Steigende EEG-Umlage 2020 – Höhere Stromkosten für Durchlauferhitzer?

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Strommasten in der Abenddämmerung umgeben von Nebel
Steigende Stromkosten in 2020? © wilhei

Im Jahr 2020 könnten die Stromkosten steigen. Grund ist die EEG-Umlage, die um 5,5 Prozent erhöht und dann bei 6,756 Cent pro kWh liegen wird. Bisher lag der Preis für die EEG-Umlage bei 6,405 Cent pro kWh.

Die EEG-Umlage dient der Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Wer mittels erneuerbarer Energien Strom erzeugt und diese ins öffentliche Versorgungsnetz einspeist, erhält hierfür eine Vergütung, die auf alle Stromverbraucher umgelegt wird. Die EEG-Umlage macht ungefähr ein Viertel des Strompreises aus.

Wie die vier Übertragungsnetzbertreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW nun bekannt geben, erhöht sich die EEG-Umlage im kommenden Jahr. Statt der diesjährigen 6,406 Cent pro kWh müssen Verbraucher im kommenden Jahr 6,756 Cent pro kWh für die EEG-Umlage zahlen. Das ist ein Plus 5,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.

Wer einen elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzer besitzt, hat schon heute hohe Stromkosten. Der durchschnittliche Strompreis lag in den letzten fünf Jahren bei etwa 29 Cent pro kWh.1 Wegen der steigenden EEG-Umlage befürchten Viele nun noch mehr Geld für die Warmwassererzeugung in die Hand nehmen zu müssen. Ein Blick auf die Strompreise und deren Zusammensetzung in den letzten 14 Jahre zeigt, dass die Erhöhung der EEG-Umlage aber nicht zwangsläufig im gleichen Maße eine Erhöhung der Strompreise bedeutet.

Grafik der Strompreisentwicklung in Deutschland und des Anteils der EEG-Umlage
Die Strompreise steigen kontinuierlich © durchlauferhitzer-wissen.de

Tipp

Mit einem Strahlregler oder einer Sparbrause kannst du deinen Wasserverbrauch senken und so den höheren Stromkosten entgegenwirken. Hier findest du weitere Tipps, wie du trotz Durchlauferhitzer Strom sparen kannst.

Im Jahr 2018 war die EEG-Umlage beispielsweise 0,09 Cent pro kWh niedriger als im Vorjahr. Der Gesamtstrompreis stieg jedoch um 0,31 Cent pro kWh. Dennoch scheint eine Strompreiserhöhung nicht unrealistisch, da auch die Netznutzungsentgelte steigen. Laut dem Vergleichsportal CHECK24 muss ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh nächstes Jahr im Schnitt 26 Euro mehr als noch in diesem Jahr zahlen. Besonders betroffen seien die Bundesländer Schleswig-Holstein mit einem zu erwartenden Strompreisanstieg von 11 Prozent, sowie Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anstieg von je neun Prozent. Der Bundesdeutsche Durchschnitt läge bei sieben Prozent.2

Erst ab 2021 können Verbraucher wieder auf sinkende Strompreise hoffen. Laut des Klimapaketes der Bundesregierung soll die EEG-Umlage im ersten Schritt um 0,25 Cent pro kWh gesenkt und dann nach und nach weiter verringert werden.3

Quellenangaben

[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 19.10.2019

[2] CHECK 24 GmbH, abgerufen am 19.10.2019

[3] Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, abgerufen am 19.10.2019